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Porträt:

metroheadmusic for metroheadpeople

metrohead

Metro in aller Munde. Metro was? möchte man fragen, wenn man den genauen Namen dieses DJ-Duos hört. metroheadmusic for metroheadpeople natürlich. Metroheadmusic spielen den perfekten Soundtrack für die Stadt, ihre architektonischen Auswüchse und die darin lebenden Menschen. "Elektronische Musik ist für uns die schönste Blüte des urbanen Lebens", erklärt Thore Levermann das Konzept. "Diese beauté urbaine kann man am besten bei einer Fahrt mit der Metro erleben, deshalb werden unsere Dj-Shows regelmäßig von Projektionen untermalt." Wie bei einer echten Metrofahrt zieht dann die gesamte urbane Vielfalt an den metro-dancing-people-vorbei. Und weil metroheadmusic rockt, die Anlehnung an Motörhead. metroheadmusic sind Martin Schaefer, der sich metro A nennt und Thore Levermann als metroB oder umgekehrt, so genau ist das nicht festgelegt. "Wir brauchten einen Namen, weil es auch vorkam, dass der eine ohne den anderen aufgelegt hat, da war metroA und metroB einfach naheliegend. wo wir doch eh ständig metro fahren. Aber wer wer ist, haben wir noch nicht abschließend geklärt", sagt Martin Schaefer. Auf die Frage, was die beiden Elektrorocker im wirklichen Leben machen, antwortet metroB achselzuckend: "Was ist schon das wirkliche Leben ... wir löffeln das Leben und zwar das urbane!"

Retrofutureelektro

metrohead

Die musikalische Marschrichtung könnte man mit zwei Schritt nach vorn und einen zurück beschreiben. metroA und metroB bezeichnen das Ganze als Retrofutureelektro. "Wir spielen Musik, die ihre Wurzeln bei Kraftwerk, Oldschool-Elektro oder im 80er Wave hat, aber mit der Zeit und vor allem mit der blödsinnigen Schublade Electroclash ist unser Style breiter geworden", sagt Martin Schaefer. Schubladen liegen den metrojungs eigentlich nicht so, sie definieren, was metro ist und das wird dann eben gespielt. Im Wechsel legen sie derzeit in der Tanzhalle St. Pauli und in der Weltbühne am Nobistor auf. Aber sie legen nicht nur auf, sondern laden live-Gäste ein und rocken davor und danach den Flur. Bisherige Acts waren Namosh, Angie Reed, The faint, Kissogram, die Türen, Pitchtuner, Nouvelle Vage und viele weitere illustre Namen. Und so langsam schwappt die metrowelle auch in andere Städte über. Thore Levermann: "Wir gehen unregelmäßig auf Reisen, dann schlagen wir meistens in Berlin, Köln oder München auf." Klar, metro auf dem Dorf wäre ja ein Widerspruch in sich.

schwarze Scheiben

metrohead Irgendwann beschlossen Martin und Thore, Platten nicht nur aufzulegen, sondern auch selbst welche zu veröffentlichen. Ausschlaggebend war auch "dass wir so viele tolle Acts auf unseren Veranstaltungen hatten, die ohne Plattenvertrag dastanden", so Thore. Also entschlossen sie sich, die erste Single rauszubringen. "Die Veröffentlichung auf Single war eine ästhetische Entscheidung, die allerdings auch mit unseren finanziellen Möglichkeiten korrespondierte", ergänzt Martin. Als erste Veröffentlichung erschien im sept. 2003 metro_001 Kissogram aus Berlin, auf der B-Seite war der Hamburger Novack alias Pascal Fuhlbrügge zu hören. Die Single kam überall gut an. kissogram schaffte direkt den Sprung ins major lager (universal) und veröffebtlicht inzwischen auf patrick wagners louiseville label. Inzwischen ist metro_003 auf dem Markt.metro_004 wird in den kommenden Tagen erscheinen und bringt ein langerwartetes Duo von namosh und angie reed. letztgenannte gehören ohne Frage derzeit zu den meistgebuchten elektro-acts. Für Frühjahr 2006 ist die langersehnte metroheadmusic CD-Compilation geplant, zur Freude aller, die keinen Plattenspieler haben. "Wir bringen raus, was uns gefällt und was zu haben ist", erklärt Martin das Labelkonzept. "Wir verstehen uns als reines Underground-Label. Geld lässt sich damit kaum machen, aber wenn etwas reinkommt, wird es geteilt. ganz nach unserem motto: 'wir zahlen niemandem etwas (und noch ordentlich drauf)'."

Rock on

metroheadparties rocken eigentlich immer ordentlich los. Kissogram geht es jedes Mal ziemlich zur Sache, denn die sind eine fantastische3 Liveband.Die Tournee mit Ihnen hat viel spaß gebracht, sagt metroA. Au Open Air Veranstaltungen mögen metroA und metroB gern, so ließen sie frischen Wind über das Lovefield wehen. Was macht ihre Musik so besonders? Der Stil? Der gute Geschmack? Die Verbindung von punkigem do-it-yourself mit elektronischem? Das ist für Martin und Thore auch gar nicht die entscheidende Frage, denn sie wollen einfach weitermachen mit ihrem Soundtrack zur Stadt, Platten rausbringen und tolle Acts unter Vertrag nehmen. Ihre Fans werden es ihnen danken, obwohl deren Reaktionen manchmal merkwürdig sind, wundert sich Thore: "Die Leute bewegen erst den Kopf auf und ab, dann zappeln sie mit dem ganzen Körper und einige schreien komische dinge wie: "Mami!" oder "Oh, mein Gott!" Ich hab keine Ahnung, was das soll!" Metro als Zukunft der elektronischen Musik? "Es wird immer eine klassische Techno-, Elektro-, House-Schiene geben", sagt Martin. "Aber das wird irgendwann langweilig werden. Interessant ist, was sich daneben darunter oder darüber bewegt. Hin zu den 80ern, wieder weg, ja Gitarre und dann doch wieder nicht, Vocals ja und nein, four to the floor a gogo." Scheinbar interessiert das weder A noch B allzu sehr, sie horchen einfach weiter auf den Sound der Stadt und fahren hin und wieder mal mit der Metro.

 

 

metroheadmusic for metroheadpeople
----international databeat-------

metroheadmusic live:
all dates feat. dj metroA & metroB
still very hot: metro_003 feat:
bierbeben + chips

mailorder: www.metroheadmusic.net

 

metrohead

 

metrohead on air:

auf FSK 93,0 MHZ, 101.4 im Kabel
jeden 2. Dienstag im Monat ab 22 Uhr
jeden 4. Mittwoch im Monat ab 22 Uhr

kontakt

www.metroheadmusic.net
metroheadmusic
pilatuspool 3
20355 Hamburg

 

metrohead

 

Text: Annette Riestenpatt
Fotos: metrohead

© kulturportal-hh.de 2005